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KU als Aufgabe der ganzen Gemeinde

Im März 2017 hat die Zentralkonferenz, das höchste kirchenleitende Gremium der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland weitreichende Beschlüsse  gefasst, die beschreiben, wie die Reform des KU in Zukunft voranschreiten soll. Hier der Wortlaut der Beschlüsse vom 17. März 2017:

 

„Die Zentralkonferenz unterstützt die folgenden Leitlinien und beauftragt den KU-Beauftragten auf ihre Umsetzung in der EmK hinzuwirken:

Der KU wird als ein integraler Bestandteil kirchlicher Jugendarbeit verstanden. Auf Gemeinde- und Kirchenebene werden die bisher häufig getrennten Arbeitsgebiete eng verknüpft und Synergieeffekte besser genutzt.

Der KU ist Aufgabe der ganzen Gemeinde. Er wird in der Regel in einem Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen gestaltet. Wo immer möglich, werden jugendliche Teamer/Teamerinnen integriert.

Die Jugendlichen erleben im KU zwei überregionale Freizeiten mit jeweils mindestens drei (besser mehr) Übernachtungen.

Die Jugendlichen werden im KU gezielt in die Themenfindung einbezogen. Es wird zudem darauf geachtet, dass Räume geschaffen werden, in denen sie ihre Glaubensfragen äußern können.

Die Jugendlichen werden in die Mitarbeit der Gemeinde eingebunden, z.B. durch Praktika. Außerdem werden sie bei der Gestaltung von Gottesdiensten einbezogen. Dabei werden ihr Stil, ihre Fragen, ihre Kultur und ihre Ästhetik als willkommene Bereicherung gesehen.

Jugendliche werden im KU dazu ermutigt, Glieder der EmK zu werden.“

 

Die auf der ZK beschlossenen Leitlinien sind keine Texte für die Kirchenordnung und sollen es auch nicht sein. Sie geben jedoch die Richtung vor, in die eine Reform des KU in unserer Kirche in den nächsten Jahren gehen soll. Dabei ist vor allem ein Punkt besonders hervorzuheben: Während für viele Gemeinden der KU bisher vor allem die Aufgabe des Pastors/der Pastorin war, wird nun ausdrücklich hervorgehoben, dass die christliche Unterweisung im KU „Aufgabe der ganzen Gemeinde“ ist (vgl. VLO VI.260, 1.1.). Daher soll der KU in Zukunft in der Regel „in einem Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen gestaltet“ werden. Dies kann mit Fug und Recht als Paradigmenwechsel in der EmK bezeichnet werden.